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ArtificialStupidity - Künstliche Dummheit


Was ist Intelligenz?

Intelligenz [lat.], unterschiedlich definierter Komplex geistiger Fähigkeiten, oft eingeschränkt auf das Vermögen zur Lösung konkreter oder abstrakter Probleme und zur Bewältigung von in der Erfahrung neu auftretenden Anforderungen und Situationen durch das theoretische Begreifen von Beziehungen und Sinnzusammenhängen und die Verarbeitung und praktische Umsetzung des Erfassten.

Als wesentliche Momente der Intelligenz werden meist die Fähigkeiten des abstrakten Denkens, Auffassungsgabe, Gedächtnis, z.T. auch Kreativität angesehen. Die Intelligenz stellt einen Hauptbereich der Persönlichkeit dar. Zu ihrer quantitativen Bestimmung wurden auf der Grundlage der unterschiedlichen Definitionen zahlreiche Intelligenztests entwickelt.

Im Mittelpunkt der Intelligenzforschung des 20. Jahrhunderts stand die Untersuchung der dem intelligenten Verhalten zugrunde liegenden hypothetischen Bedingungen, vor allem mit Hilfe der Faktorenanlyse. Unterschiede bestehen hinsichtlich der Quantität und der Qualität der angenommenen Intelligenzfaktoren. Eine Zwei-Faktoren-Theorie entwickelte C. Spearman, der von einem allen geistigen Funktionen gemeinsamen allgemeinen Faktor (g-Faktor) sowie einer Vielzahl von spezifischen oder “s-Faktoren” ausging. Eine besondere Rolle spielt in der Intelligenzforschung die Frage nach dem Einfluss von Anlage und Umwelt (Milieu) auf den Intelligenzgrad. Wesentliche Beiträge leistete die Zwillingsforschung. Neuere Forschungen stellen gegenüber der in den letzten Jahrzehnten vorherrschende Betonung des Milieus wieder die Anlagentheorie stärker heraus (besonders A.R. Jensen, R. Herrstein, H.J. Eysenck).

Entwicklungspsychologisch wurden vor allem die Vorgänge der quantitativen und qualitativen Ausbildung der Intelligenz untersucht. Das Intelligenzniveau eines Individuums zeichnet sich danach etwas meist 8-9 Jahren ab. Zu einem individuell unterschiedlichen Intelligenzabbau (meist auf bestimmte Teilleistungen geschränkt) kommt es oft im hohen Alter.

Soziologie: die in sich inhomogene soziale Schicht der akademisch, literarisch oder künstlerisch Gebildeten (auch synonym zu Elite); im engeren Sinne die Angehörigen von Berufsgruppen mit spezialisierten theoretischen Tätigkeiten und produktiven geistigen Fähigkeiten. Meist wird die Gruppe der Naturwissenschaftler mit vorwiegend abstrakter oder technisch-sachbezogener Tätigkeit von derjenigen der Geistes- oder Sozialwissenschaftler abgehoben.

Beim Tier kommt der Begriff der Intelligenz am nächsten, was W. Köhler einsichtiges Verhalten nannte: “primäres” Lösen neuer Aufgaben infolge eines richtigen Einfalles. Als Vorstufe gilt “Erfassen verständlicher Zusammenhänge”.

Quelle: DTV-Brockhaus Lexikon

Eine schöne Übersicht über die verschiedenen Intelligenzmodelle findet sich auf der Website von Werner Stangl (Linz,Österreich): www.stangl-taller.at.

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Info:
Was ist Intelligenz? ist Beitrag Nr. 121
Autor:
Martin Kaminski am 20. Juni 2010 um 20:35
Category:
Was ist Intelligenz
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